Zinseszins
Der Zins wird in jeder neuen Periode nicht nur auf das ursprüngliche Kapital, sondern auch auf bereits angefallene Zinsen berechnet.
Der Zins wird in jeder neuen Periode nicht nur auf das ursprüngliche Kapital, sondern auch auf bereits angefallene Zinsen berechnet.
Der Faktor \(q\) beschreibt den Multiplikator pro Periode. Bei \(i=5\%\) gilt beispielsweise \(q=1{,}05\).
Beim Zinseszins wird in jeder Periode das gesamte bis dahin angewachsene Kapital verzinst. Deshalb ist die Kapitalentwicklung nicht linear, sondern exponentiell.
Mit \(q=1+i\) lässt sich die Zinseszinsformel kompakt als \(K_n=K_0q^n\) schreiben. Das ist besonders praktisch für Umformungen und die Laufzeitberechnung.
Wenn die Laufzeit gesucht ist, muss der Exponent isoliert werden. Das gelingt mit Logarithmen: \(n=\ln(K_n/K_0)/\ln(q)\).
Für reale Ergebnisse müssen \(K_0>0\), \(K_n>0\) und \(q>0\) gelten. Für die Berechnung der Laufzeit darf außerdem \(q eq1\) sein.
Einfache Zinsen führen zu linearem Wachstum, weil der Zins immer nur aus dem Anfangskapital berechnet wird. Zinseszins führt dagegen zu wachsendem Periodenzins und damit zu exponentiellem Wachstum.
Zinseszins spielt in der Finanzmathematik, in der Investitionsrechnung, bei Sparplänen und in langfristigen Wachstumsprozessen eine zentrale Rolle.
\(K_n=K_0(1+i)^n=K_0q^n\).
\(K_0=\frac{K_n}{(1+i)^n}\).
\(i=\sqrt[n]{\frac{K_n}{K_0}}-1\).
\(n=\frac{\ln(K_n/K_0)}{\ln q}\) mit \(q=1+i\).
\(q\) ist der Zinsfaktor pro Periode und ergibt sich aus \(q=1+i\).
Weil in jeder Periode auch die bereits angefallenen Zinsen erneut verzinst werden.