Ausgangsform
Eine quadratische Funktion wird zunächst in ihrer allgemeinen Form betrachtet.
Eine quadratische Funktion wird zunächst in ihrer allgemeinen Form betrachtet.
Die Scheitelpunktform zeigt Verschiebung, Öffnung und Scheitelpunkt unmittelbar.
Der Linearterm wird durch ein ergänztes Quadrat in ein Binom überführt.
Nach Ausklammern von a und Zusammenfassen ergibt sich:
| x | ax²+bx+c | a(x−xₛ)²+yₛ | Differenz |
|---|
Erzeugt ein vollständiges Quadrat.
Direkte Umformung der allgemeinen Form.
Direkt aus der Scheitelpunktform ablesbar.
Zeigt Verschiebung und Öffnung der Parabel.
Der konstante Term der Scheitelpunktform ist \(-\Delta/(4a)\).
Entspricht der Mitternachtsformel.
Die allgemeine quadratische Form enthält einen linearen Term bx. Durch das Ergänzen eines passenden Quadrats entsteht ein vollständiges Binom, das sich mit der ersten binomischen Formel zusammenfassen lässt.
Der Ergänzungsterm wird gleichzeitig addiert und subtrahiert. Die Summe dieser beiden Änderungen ist null. Dadurch ändert sich nur die Darstellung, nicht aber der Wert des Ausdrucks.
In der Form a(x-xS)²+yS ist der Scheitelpunkt unmittelbar sichtbar. Der quadratische Term wird bei x=xS null, sodass der Funktionswert dort genau yS beträgt.
Der konstante Term der vervollständigten Form ist −Δ/(4a). Damit verbindet die quadratische Ergänzung den Scheitelpunkt direkt mit der Diskriminante und der Zahl reeller Nullstellen.
Setzt man die vervollständigte Form gleich null, isoliert das Quadrat und zieht anschließend die Wurzel, erhält man die allgemeine Lösungsformel für quadratische Gleichungen.
Die quadratische Ergänzung wird bei Extremwertproblemen, Parabelverschiebungen, Integralen, Differentialgleichungen, Normalverteilungen und vielen algebraischen Umformungen eingesetzt.
Sie ist eine algebraische Umformungsmethode, mit der ein quadratischer Ausdruck in ein vollständiges Quadrat und einen Restterm zerlegt wird.
Nach dem Ausklammern von a halbiert man den Koeffizienten von x und quadriert diesen halben Wert.
Die binomische Formel setzt vor x² den Koeffizienten 1 voraus. Deshalb wird a aus den x-Termen ausgeklammert.
Sie lautet f(x)=a(x−xS)²+yS.
xS=−b/(2a) und yS=c−b²/(4a).
Die Mitternachtsformel entsteht, wenn die vervollständigte quadratische Form gleich null gesetzt und nach x aufgelöst wird.